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Institut für Molekularwissenschaften in Orsay von KAAN Architecten

KAAN Architecten, FRES architectes Essonne, Frankreich
Institut für Molekularwissenschaften in Orsay von KAAN Architecten – © Fernando Guerra - FG+SG
© Fernando Guerra - FG+SG

Am 25. September 2018 von Frédérique Vidal, der französischen Ministerin für Hochschulbildung, Forschung und Innovation, eingeweiht, steht das neue Institut des Sciences Moléculaires d’Orsay (ISMO) auf dem Plateau von Saclay. Den Wettbewerb gewann das niederländische Büro KAAN Architecten gemeinsam mit FRES architectes. Das Projekt für die Université Paris-Sud und das CNRS umfasst 10.000 m² bei einem Budget von 20 Millionen Euro.

Institut für Molekularwissenschaften in Orsay von KAAN Architecten – © Fernando Guerra - FG+SG
© Fernando Guerra - FG+SG

Kontext und Lage

Das Plateau von Saclay liegt 20 km südwestlich von Paris und beherbergt zahlreiche Universitäten und Grandes Écoles wie CentraleSupélec. Das Grundstück befindet sich in einem locker bewaldeten Gebiet in unmittelbarer Nähe eines Waldes.

Institut für Molekularwissenschaften in Orsay von KAAN Architecten – © KAAN Architecten
© KAAN Architecten

Der Entwurf von KAAN Architecten

Der Monolith gliedert sich in zwei Schichten. Die erste, entlang der Nordfassade, nimmt die Labore mit Lasern, Spektrometern und weiteren Messgeräten auf, die vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden müssen. Die zweite enthält die konventionelleren Räume: Besprechungsräume und Büros. Zwei mit Holz verkleidete Patios bringen Luft und Licht in diesen Teil.

KAAN Architecten entschieden sich für Sichtbeton, damit sich der Bau zwischen den umgebenden Bäumen zurücknimmt. Die Hauptfassade folgt einem strengen Raster, das die Tragstruktur betont: Sie steht 80 cm vor den Fensterrahmen. In der Mitte wird das Raster unterbrochen und markiert den Eingang, der in eine Halle über die volle Gebäudehöhe führt.

Institut für Molekularwissenschaften in Orsay von KAAN Architecten – © Sebastian van Damme
© Sebastian van Damme

Die Nordfassade geht den umgekehrten Weg. Das Betonraster bleibt erhalten, doch hier tritt die Verglasung als große Vorhangfassade nach vorn. Erst bei Dunkelheit wird die dahinterliegende Struktur ablesbar.

Institut für Molekularwissenschaften in Orsay von KAAN Architecten – © Fernando Guerra - FG+SG
© Fernando Guerra - FG+SG

Im Inneren ist die Decke mit weißen Rockfon® Mono® Acoustic-Paneelen belegt, die den klaren Charakter des Programms unterstreichen. Farbe bringen zweigeschossige Bücherregale, die hinter den Brüstungen aus Verbundsicherheitsglas sichtbar sind. Darüber erstreckt sich ein Hörsaal über die beiden obersten Ebenen, ausgekleidet mit Eiche als Verweis auf den benachbarten Wald.

Institut für Molekularwissenschaften in Orsay von KAAN Architecten – © KAAN Architecten
© KAAN Architecten

Ziel der Architekten war, dass man beim Durchqueren des Gebäudes das Gefühl behält, im Park zu sein. Daher die großen Glasflächen und die transparenten Brüstungen entlang der Erschließungswege.

Institut für Molekularwissenschaften in Orsay von KAAN Architecten – © Sebastian van Damme
© Sebastian van Damme

Technische und ökologische Entscheidungen

Die Ost-, West- und Südfassaden sind mit 100 mm Mineralwolle gedämmt, die über den Betonfertigteilen und den Fensterrahmen angebracht ist. Die Decken bestehen aus vorgespannten Elementdecken mit einem Polyurethan-Bodenbelag. Das Dach ist überall dort begrünt, wo keine haustechnischen Anlagen stehen.

Institut für Molekularwissenschaften in Orsay von KAAN Architecten – © KAAN Architecten
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Bildnachweise
  • © Fernando Guerra - FG+SG
  • © KAAN Architecten
  • © Sebastian van Damme

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